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Gut zu wissen !!!

Ampel

Eine Ampel hat drei Farben. Die hat sie auf der Isla Margarita auch, aber die Farben halten dort nicht immer das, was sie versprechen. Denn die Venezolaner fahren gern mit Sichtkontakt und halten sich nicht unbedingt an Verkehrsregeln und Straßenschilder. Und so verpflichtet sie auch die jeweilige Ampelphase zu nichts. Dennoch sind die Venezolaner normalerweise keine Raser. Als Regeln sollte man beherzigen: Auch bei Grün nur langsam und aufmerksam weiterfahren, dann sieht man schnell, ob ein anderer Verkehrsteilnehmer die Ampel bei Rot genommen hat. Erhöhte Aufmerksamkeit gilt im Übrigen für alle Ampelphasen. Wer sich daran gewöhnt hat, kommt mit dem leise schnurrenden Verkehr gut zurecht.


Drogen

Auch wenn Venezuela das Durchgangsland für Kolumbianische Drogenhändler sein mag: Drogenbesitz wird streng bestraft. Schon für den kleinsten Krümel Marihuana wandert man ins Gefängnis, und das ist in Venezuela alles andere als komfortabel. Botschaft und Konsulate warnen mit Nachdruck vor Drogenabenteuern. Vorsehen sollten sich Diskothekenbesucher, denn es hat sich in Venezuela ein unschöner Trick breit gemacht. Man wirft einem Gast ein Drogenpäckchen vor die Füße, die Polizei erscheint, nimmt ihn fest und lässt ihn nach Auszahlung einer großzügigen Kaution wieder auf freien Fuß. Die Kaution wandert selbstverständlich nicht in die Staatskasse, sondern in die eigene Tasche.


Machos - aber sicher

Frauen, die sich gern auffällig und körperbetont anziehen, sind auf der Isla de Margarita gut aufgehoben, und bewundernde Blicke der venezolanischen Männer sind ihnen sicher. Denn Venezuela ist ein Macho Land par excellente, und alle Venezolaner sehen sich als geborene Eroberer. Das hat besonders für die einheimischen Frauen auch seine Schattenseiten. Darüber kann Frau sich sicher aufregen, aber vielleicht sollte sie es nicht gerade im Urlaub tun. Wer sich eines allzu aufdringlichen Bewunderers entledigen will, ignoriert ihn einfach. Das hilft meistens.


Mi amor

Wer des spanischen auch nur ein bisschen mächtig ist und die Ohren spitzt, wird diese Worte überall hören: Mi amor - meine Lieb(st)e, mein Lieb(st)er. Eine Boutique-Verkäuferin findet nicht die passende Kleidergröße, das tut ihr ganz furchtbar leid, mi amor. Jemand bedankt sich für eine kleine Hilfeleistung: Gracias mi amor. Das bedeutet nicht, das sich alle Venezolaner ganz furchtbar lieben, sondern dies ist Ausdruck von carino, Zuneigung. Und die wird auch dem Fremden zuteil, sofern er einem Venezolaner oder einer Venezolanerin sympathisch ist. Dies als weitergehende oder gar erotisch gefärbte Aufforderung zu verstehen, wäre ein großes Missverständnis. Es ist Teil des Alltags, den sich die Venezolaner mit ein bisschen Freundlichkeit versüßen.


Oben ohne

Oben ohne geht eine Venezolanerin nicht - nicht am Strand und nicht im Alltag. Das Oberteil und auch der BH sitzen dort wo sie hingehören, mögen sie noch so winzig sein oder noch so provokant getragen werden. Ein Paradies für Frauen - denn in den Geschäften auf der Isla de Margarita finden sie eine Fülle von farbenprächtigen, gut geschnittenen und phantasievollen Badeanzügen und Bikinis. Und die erregen an mitteleuropäischen Stränden vermutlich auch mehr Aufsehen als das fehlende Oberteil.


Sicherheit

Die über Jahre langsam gestiegene Kriminalität soll wieder leicht zurückgegangen sein. Raubüberfälle sind das häufigste Delikt. Nach Einschätzungen der Behörden ist dies ein importiertes Problem. Denn zu Beginn der Urlaubssaison reisen offensichtlich auch Banden vom Festland ein. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich unliebsame Begegnungen allerdings vermeiden. Wertvolle Gegenstände sollte man besser nicht zur Schau stellen und teuren Schmuck besser ganz Zuhause lassen. Einige Strände wie z.b die Playa La Guardia sollte man nicht allein aufsuchen. Gewarnt wird auch vor einsamen nächtlichen Spaziergängen. Einige Hotels bieten ihren Gästen einen Abholservice an, wenn diese in einem entlegenen Restaurant zu Abend essen wollen. Leider ist man nicht immer auf der sicheren Seite, wenn man mit Kreditkarte zahlt, denn Kreditkarten werden auch in Venezuela gerne geklont.


Spieglein, Spieglein an der Wand

Die Eitelkeit der Venezolaner ist sprichwörtlich - in keinem Land der Welt wird so häufig in den Spiegel geguckt und das Aussehen überprüft wie hier. Nirgendwo sonst, nicht einmal in den USA, nehmen so viele Frauen Schönheitsoperationen in Kauf, um dem männlichen Frauenbild der ewig Jungen, Schlanken und Schönen zu entsprechen. Gleichzeitig sind 70% aller Haushaltsvortände allein erziehende Mütter. Diese Zahlen verraten, wie es um das Lebensmodell der Venezolanerin bestellt ist: in ihrer Jugend umschwärmt und begehrt, mit zunehmendem Alter fallen gelassen und auf sich allein gestellt. Weibliche Berufstätigkeit ist in Venezuela selbstverständlich, aber sie hat oft den bitteren Beigeschmack, das eine Frau arbeiten muss, um sich und ihre Kinder durchzubringen.


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