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Santa Ana
Einwohner: ca. 5000
Ein Ort wie aus einem Guss: Santa Ana, zu Füßen von dichtbewaldeten Gebirgszügen gelegen, kommt der Vorstellung von einer etwas schläfrigen, aber idyllischen Karibikwelt sehr nah. El Jardin, der Garten, lautet der Beiname, der Santa Ana wegen des üppigen Baumbestandes in seinen schmalen Straßen verliehen wurde. Die Bürgersteige sind hoch gebaut, ein Hinweis darauf, dass es hier zu heftigen Regenfällen kommen kann.
Die nationalbewussten Margaritenos sind besonders stolz darauf, dass Simon Bolivar in der weiß gekalkten Dorfkirche bereits 1816 zum Obersten Stabschef der Nationalarmee von Venezuela ernannt wurde. Hier in der Kirche gab er zum ersten Mal das Motto des Unabhängigkeitskampfes aus:>>Guerra a muerte<<, Kampf bis in den Tod, und versprach, die Sklaven von ihrem Joch zu befreien. Auch der schmale Holzstuhl, auf dem Bolivar damals saß, wird gerne gezeigt. Kronleuchter mit Kugellampen bringen etwas Licht in die drei dämmrigen Kirchenschiffe, an deren Längsseiten sich jeweils zwei Kapellchen schmiegen. Vor der Kirche, die 1769 fertig gestellt wurde, zieren Blumenrabatten den hübschen Hauptplatz. Er heißt ausnahmsweise mal nicht Bolivar, sondern ist einem bedeutendem Mitstreiter Bolivares und Sohn der Stadt gewidmet, nämlich General Francisco Esteban Gomez, der in der Schlacht von Matasiete siegreich war. In einem Haus gegenüber der südlichen Kirchenfassade logierten einst Juan Bautista Arismendi und Luisa Caceres, Simon Bolivar und Santiago Marino.
Das Geburtshaus des hoch verehrten Generals Gomez in der Calle Bolivar schräg gegenüber der Kirche ist heute die Casa de la Cultura, Mo - Fr 8 -12, 15.30 - 18 Uhr.
In Santa Ana gibt es einige Imbisstuben und Kunstgewerbeläden, in denen Hängematten und Keramik verkauft werden.
Santa Ana liegt auf der gut befahrenen Strecke zwischen La Asuncion und Juangriego. Die Busse halten an der Plaza Gomez.