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La Asuncion
Einwohner: ca. 16500
Wenn Porlamar als Symbol für das moderne Touristen - Mekka Margarita gilt, dann steht die Inselhauptstadt La Asuncion für das > andere, traditionelle Margarita. Eingebettet in die beiden Bergmassive Copey und Matasiete liegt es im oft nebelverschleiertem Tal von Santa Lucia im stark bewaldeten Inselinnern. Derart geschützt musste die Hauptstadt einer Karibikinsel in Piratenzeiten nun einmal sein, schließlich wollte man mit seinen Kirchen - und sonstigen Schätzen nicht auf dem Präsentierteller residieren und die Bevölkerung nicht den Beutezügen der Piraten preisgeben. Ein bisschen altmodisch ist das 16 500 - Einwohner - Städtchen schon, auch wenn das Traditions - Cafe an der Plaza Bolivar neuerdings über Internet verfügt. Die hübsche städtebauliche Kontur von La Asuncion ist erhalten geblieben; an neuen Wohnvierteln ist kaum etwas dazu gekommen. Die wenigen aus der Kolonialzeit stammenden Gebäude vermitteln allesamt den robusten Eindruck von Häusern, die gebaut wurden, um Schutz zu bieten. Auch die alte Iglesia Catedral Nuestra Senora de la Asuncion, die 1617 fertig gestellt wurde, hat dicke weiße Mauern und grobe, feste Säulen im dreischiffigen Innern. Es heißt, ein unterirdischer Tunnel führt von der Kirche zum Verteidigungsort Santa Rosa de la Eminencia auf den Hügeln außerhalb der Stadt.
Altstadt:
Der idyllische Stadtkern von la Asuncion ist sehr gut überschaubar. Die lang gestreckte Iglesia Catedral de Nuestra Senora de la Asuncion ist neben der Kathedrale von Coro auf dem Festland die älteste noch erhaltene Kirche von Venezuela. Der Haupteingang liegt am Parque Luisa Caceres (kein park - sondern ein Platz). Südlich schließt sich die obligate Plaza Bolivar an, einen Block weiter westlich folgt die Plaza Juan Bautista Arismendi. Im feuchten Waldklima finden Pflanzen und Bäume ideale Bedingungen; Sie gedeihen auf den Plätzen besonders schön und üppig. Ebenfalls am Parque Luisa de Caceres liegt das Museo Nueva Cadiz, Calle Independencia/Fermin, Di - So 9 - 12, 14 - 17 Uhr, im ehemaligen Verwaltungsgebäude aus der Kolonialzeit. Die Betreiber haben es mit allem gefüllt, was die Geschichte von Nueva Esparta hergibt: Muscheln, Kunsthandwerk, ausgestopfte Vögel, alte Taucheranzüge, eine Bronzestatue von Lope de Aguirre. Den westlichen Rand des Parque nimmt die Casa de la Cultura, Mo - Fr 8 - 20 Uhr, ein, ein luftiges modernes Gebäude mit einer guten Bücherei und Ausstellungsräumen. Der Boulevard 5 de Julio dehnt die Altstadt ein wenig in den Osten. Pastellfarben gestrichene Häuschen rahmen die Fußgängerzone bis zum Palacio Legislativo, dem ehemaligen Franziskanerkloster der Stadt, und der neoklassizistischen Casa Municipal.
Fuerte de Santa Rosa de la Eminencia:
tgl. 9 - 18 Uhr
Etwa 1 km südlich der Hauptstadt La Asuncion trohnt der stark restaurierte Festungsbau über Mango - und Clusiabäumen. Nachdem 600 französische Piraten unter dem Befehl des Marques de Maintenon La Asuncion am 24. Januar 1677 geplündert hatten, konterte die spanische Kolonialmacht Ende des 17. Jh. mit dem Bau dieses Forts. Der Grundriss zeigt die Form des fünfzackigen Sterns - typisch für die Festungen in der Karibik. Besonders gern wird auf die Zelle hingewiesen, in der die berühmte Gefangene Luisa Caceres de Arismendi eingekehrt war und ihre Tochter tot gebar. Die meisten Gäste, die sich die Festung anschauen, staunen nicht so sehr über ihren guten Zustand, sondern über die bezaubernde Aussicht auf die Insel. Margarita liegt dem Betrachter buchstäblich zu Füßen. Die Hochhaustürme des modernen Porlamar schimmern metallen in der Ferne, und um die Festung wiegen sich Wälder und Felder im Wind.
La Fronda
An der Straße zwischen Porlamar und Playa El Agua, auf der Höhe von Salamanca, von La Asuncion ausgeschildert. Tel. 242 04 52.
Eine künstliche Dorfanlage mit verschiedenen kioskos, die Kunstgewerbe, venezolanische Lebensmittel und Essen anbieten.
Cafe an der Plaza Bolivar:
Der schönste Ort zum draußen Sitzen ist das Cafe an der Plaza Bolivar. Die Kuchen nach Großmutters Rezepten sind einen Versuch wert.
La Aldea:
An der Straße zwischen Porlamar und Playa El Agua, noch vor der Casa de las Munecas. Tel. 242 20 56.
Viele Verkaufsstuben mit Kunstgewerbe. Hier gibt es die größte Auswahl an Perlen.
La Casa de las Munecas:
An der Straße zwischen Porlamar und Playa El Agua, auf der Höhe von Cocheima, ausgeschildert.
Die umfangreichste Schau von Keramikpuppen - von der negrita bis zum Fischer.
Die Semana Santa (Karwoche) wird in der Inselhauptstadt besonders prächtig gefeiert. Die bedeutendsten Prozessionen finden am Mittwoch und Karfreitag statt, wenn unter Trommelwirbeln und Trompetenstößen Christusbildnisse durch die Straßen getragen werden.
15. - 21. Aug.:
Feierlichkeiten zu Ehren der Insel - und Stadtpatronin Nuestra Senora de la Asuncion (Maria Himmelfahrt).
Busverbindungen nach Boca del Rio, Juangriego und Porlamar.
Romeo und Julia des Unabhängigkeitskampfes
Luisa de Caceres und Juan Bautista Arismendi sind das insulare Liebespaar schlechthin. Während des Unabhängigkeitskampfes getraut, wurde Luisa von den Spaniern in die Festung Santa Rosa gesperrt, wo sie ein totes Kind gebar. Durch einen Gefangenenaustausch konnte sie ins spanische Cadiz ausreisen, und man erließ ihr die Haft. 1818 kehrte sie mit ihrem Mann nach Margarita zurück. Als einzige Frau wurde sie im Panteon Nacional in Caracas beerdigt.