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El Valle del Espiritu Santo
Einwohner: ca. 9000
Aurelia de Manuit ist gläubig und hat investiert. Das Ergebnis lässt sich sehen, und zwar im Museum der Kirche El Valle de Espiritu Santo, in der die Seefahrer - Madonna Virgen de Valle verehrt wird. Sie schneiderte der Jungfrau einen Mantel, bestickte ihn vollständig mit Perlen und durchwirkte ihn mit Goldfäden. Das war 1967. Seither wurden der Madonna keine vergleichbar kostbaren Kleidungsstücke mehr geschenkt. Das schon 1529 von den Spaniern gegründete El Valle ist ein sehr anmutiges Örtchen, eingebettet in ein üppiges, feucht - kühles Waldgebiet voller Araguaney - Bäume zu Füssen des Cerro Copey. An seinem Platz befand sich zuvor die indianische Siedlung Charaima. Lope de Aguirre verwüstete El Valle, das für 65 Jahre Hauptstadt von Margarita gewesen war. Seine damalige Bedeutung konnte es nie wieder zurück erlangen. Heute sind die größten Städte des Örtchens die 1941 im gotischen Stil erbaute rosafarbene Kirche Santuario de Nuestra Senora del Valle und die Casa - Museo des Santiago Marino, benannt nach einer der bedeutsamsten Figuren im Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier. Ein mächtiger Guayacan, den der Volksmund Boa - Baum getauft hat, weil seine Äste wie Schlangenhäute gemustert sind, schmückt den kleinen Platz hinter der Kirche. Auf der zentralen Plaza Santiago Marino sammeln sich die Busse der Ausflügler und Pilger zu Ehren der Virgen de Valle. Ganze Heerscharen der Heiligen Jungfrau paradieren auf den Verkaufstischen der fliegenden Händler - aus Ton, aus Holz, aus Blech.
Santuario de Nuestra
Senora del Valle/Museo Diocesano:
hinter der Kirche
tgl. 9 - 17 Uhr.
Das Museum zeigt in einem großen Saal Opfergaben, die die Pilger der Jungfrau zum Dank für einen erwiesenen Dienst mitgebracht haben. Meist handelt es sich um Miniatur - Nachbildungen von Körperteilen aus Goldblech, eben jene, die erkrankt waren und später geheilt wurden. Auch Perlen und ein kleines Goldschiff, das Seeleute der Jungfrau schenkten, nachdem sie von einem Schiffbruch errettet wurden, gehören zu den Gaben. Ergänzt werden die Exponate durch Fotos vom Papstbesuch und von Prozessionen.
Casa - Museo Santiago Marino:
östlich von der Plaza Santiago Marino,
ein Hinweisschild weist von der Plaza den Weg,
tgl. 10 - 17 Uhr
Das schön gelegene Wohnhaus des Unabhängigkeitskämpfers Santiago Marino zeigt Möbel vom Anfang des 19. Jh. sowie Briefe, Dokumente und Ehrungen.
8. - 15. Sept.:
Menschen aus ganz Venezuela pilgern nach El Valle del Espiritu Santo um die Virgen de Valle (die Jungfrau vom Tal) zu sehen.