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El Cercado

Einwohner: ca. 600

Mit der indianischen Urbevölkerung machte die spanische Kolonialmacht kurzen Prozess. Bereits 1606 wurden die Guaiqueri und Arawak in El Cercado, im Nordwesten der Insel, in eigens geschaffene Siedlungen zusammengetrieben und ausgebeutet. Der Name des Ortes ist direkte Folge dieser Geschichte, denn El Cercado bedeutet Einzäunung. Doch die Entrechteten und Herabgewürdigten schufen offenbar so schönes Geschirr aus Ton, und das ohne jegliches Hilfsmittel, dass es 1773 der Geistliche Padre Fray Inigo de Abad erstaunt nach Spanien vermeldete. Ausschließlich mit der Hand formten die Ureinwohner Vasen, Kasserollen und Krüge von hoher Qualität, die sie an der Sonne trocknen ließen und anschließend brannten. Diese Tradition hat sich bis heute fortgesetzt. In El Cercado ist Töpfern sogar Unterrichtsfach in der Schule. Neben der Herstellung von Gebrauchskeramik widmen sich die Töpfer der Gemeinde auch dem Kunsthandwerk und kopieren präkolumbische Stücke, die regelmäßig in der Casa de la Cultura in La Asuncion gezeigt werden. In dem unspektakulären kleinen Ort, der 1,6 km südwestlich von Santa Ana auf der Straße nach San Juan Bautista liegt, sind denn auch die Keramikwerkstätten die größte Sehenswürdigkeit. Man fragt sich einfach zu den Werkstätten von Anny, Chagüita, Lilia und Rosmari durch.

 

Ceramica Deal:
Calle El Pinonal,
Tel. 257 04 31.

 

Im Hinterraum des Geschäftes kreiseln die Töpferscheiben, vorne wird verkauft. Es gibt auch eine Auswahl anderer Souvenirs.


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